Beziehungsqualität als Qualitätsdimension © GAB München 2015 © GAB München 2015

Worum geht es uns?

Was bedeutet Beziehungsqualität für die Qualitätsentwicklung?


Die Frage, die uns in der GAB beschäftigt, ist: Welche Art von Qualitätsmanagement brauchen Einrichtungen, deren Kernaufgabe darin besteht, Menschen zu unterstützen, sich zu entwickeln und ihr Leben zu meistern, die also „personennahe Dienstleistungen“ erbringen? Hier greifen vorhandene QM-Systeme oft zu kurz. Das liegt daran, dass personennahe Dienstleistungsprozesse wie zum Beispiel unterrichten, pflegen oder begleiten nicht dadurch gewinnen, dass man sie standardisiert, eher im Gegenteil. Denn soziale und pädagogische Prozesse sind tendenziell offene Prozesse: Die Ausgangssituation ist jedes Mal anders und auch das Ergebnis das angestrebt wird, etwa weil es für jeden Menschen auf etwas anderes ankommt. Dieses offene Vorgehen gewinnt dadurch, dass es klientenzentriert ist, auf den individuellen Bedarf des Klienten eingeht, und sich erst in der Situation nach und nach, also situativ, entwickelt.

Während Organisations- und Verwaltungsprozesse dadurch gewinnen, dass sie standardisiert werden, also möglichst immer gleich ablaufen, ist das bei sozialen und pädagogischen Prozessen gerade nicht der Fall. Durch eine Standardisierung wird ihre Qualität vermindert. Allerdings gibt es bei diesen Prozessen einen anderen Wirkungsfaktor, der die Qualität einer sozialen oder pädagogischen Dienstleistung erheblich beeinflusst: Eine entwicklungsförderliche zwischenmenschliche Beziehung und die Professionalität der Mitarbeitenden, die Voraussetzung für eine solche Beziehung zu schaffen. Deswegen spielt die Beziehungsqualität für uns eine wichtige Rolle: Die Frage danach, was unter Beziehungsqualität verstanden werden kann – wie sie systematisch gestaltet werden und wie die Gestaltung dieser erlernt werden kann.



Weitere Informationen zum Einstieg in das Thema Beziehungsqualität


2015 | S. Juraschek et al.: Menschen brauchen Menschen. Beziehung ist das Leben - Beziehungsqualität als professionelle Gestaltungsaufgabe.

Aus GAB-News Nr. 30 - Dez. 2015

Unter dem Projekttitel Praxis.Projekt Lebens.Wert hat sich die GAB in den letzten drei Jahren gemeinsam mit dem Caritas-Verband Geldern-Kevelaer mit dem Thema „Beziehungsqualität“ in der Altenhilfe beschäftigt. Im Rahmen dieser Projektpartnerschaft haben wir in Theorie und Praxis geforscht, ausprobiert und evaluiert. Dabei ist das Thema eines, das die GAB seit ihrer Gründung, also seit nunmehr 35 Jahren, beschäftigt. Lesen Sie im Folgenden über unsere Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Praxis.Projekt Lebens. Wert, was das Thema so zukunftsträchtig macht und warum uns in der GAB das Thema „Beziehungsqualität“ immer wieder bewegt. (PDF, 322,90 kB)
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2015 | S. Ackermann: Warum ist die professionelle Gestaltungskompetenz der Beziehungsqualität wichtig?

Begleitende, die innerhalb ihres beruflichen Auftrags alten Menschen helfen, brauchen die Fähigkeit, Beziehungen bewusst zu gestalten!

Das Praxis.Projekt Lebens.Wert ermöglicht es Begleitenden, sich und ihre Fachlichkeit bewusst weiterzuentwickeln und professionell im Dialog mit den zu-Begleitenden einzusetzen. Jede Begegnung gilt als Chance zur Förderung der Lebensqualität und Selbstbestimmtheit. Diese Begegnung findet fortlaufend und im realen Leben statt. (PDF, 4,73 MB)
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2015 | S. Ackermann: Und was ist Beziehung und was ist deren Qualität?

Begleitende, die innerhalb ihres beruflichen Auftrags alten Menschen helfen, brauchen die Fähigkeit, Beziehung bewusst zu gestalten!

Das Praxis.Projekt Lebens.Wert ermöglicht es Begleitenden, sich und ihre Fachlichkeit bewusst weiterzuentwickeln und professionell im Dialog mit den Zu-Begleitenden einzusetzen. Jede Begegnung gilt als Chance zur Förderung der Lebensqualität und Selbstbestimmtheit. Diese Begegnung findet fortlaufend und im realen Leben statt. (PDF, 2,28 MB)
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2015 | C. Hemmer-Schanze: Welche Wirkungen werden durch eine professionelle Beziehungsgestaltunge erzeugt?

Begleitende, die innerhalb ihres beruflichen Auftrags alten Menschen helfen, brauchen die Fähigkeit, Beziehung bewusst zu gestalten!

Das Praxis.Projekt Lebens.Wert ermöglichte es Begleitenden, sich und ihre Fachlichkeit bewusst weiterzuentwi- ckeln und professionell im Dialog mit den Zu-Begleitenden einzusetzen. Jede Begegnung gilt als Chance zur För- derung der Lebensqualität und Selbstbestimmtheit. Diese Begegnung findet fortlaufend und im realen Leben statt. (PDF, 252,38 kB)
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2007 | Beziehungsqualität - Ein Leitmotiv für Dienstleistungs und Qualitätsarbeit

Artikel aus den GAB-News 2007 - Ausgabe 22

Was mit „Beziehungsqualität“ gemeint ist, weiß eigentlich jeder: Der entscheidende Teil der Qualität einer Interaktion, egal ob zwischen einem Pfleger und einem altem Menschen, zwischen BeraterIn und Klient, genauso auch zwischen FriseurIn und KundIn, zwischen den Mitgliedern eines Teams usw., hängt von der Güte der Beziehung ab. Sie ist die entscheidende Qualität! (PDF, 2,19 MB)
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